Einzeltherapie: CO-OP Ansatz

Das CO-OP (Cognitive Orientation to daily Occupational Performance) steht für die kognitive Orientierung bei der alltäglichen Betätigungsausführung und wurde von Frau Professor Helene Polataiko entwickelt.
Die Kinder und Erwachsenen setzten bei dieser Methode ihre Ziele selbst. Dem Klienten wird die Möglichkeit gegeben, Alltagsprobleme direkt in der Therapie zu bearbeiten und so Fertigkeiten mit Hilfe von Strategieanwendung und geleiteter Entdeckung zu erwerben.

Welche Krankheitsbilder können behandelt werden?

Es gibt wissenschaftliche Arbeiten, die die Wirksamkeit des CO-OP bestätigen bei:

  • umschriebenen Entwicklungsstörungen
  • umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen DCD
  • Autismusspektrumstörung
  • ADHS/ADS
  • Schlaganfall

Welche Ziele werden verfolgt?

Das Ziel ist es, die Fähigkeiten so weit zu verbessern, dass eine erfolgreiche Ausführung der Handlung im Alltag möglich ist. Neueres Wissen zum motorischen Lernen bildet eine wichtige Basis dieses Ansatzes. Ziel und Mittel von CO-OP ist die Betätigungsausführung. Mit Betätigung ist gemeint, in Entsprechung der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) das Konzept von Aktivität und Teilhabe.

CO-OP – Ziele sind:

  • Erwerb von Fertigkeiten
  • Einsatz von Strategien
  • Generalisierung des Lernens
  • Transfer

Wie sieht die Behandlung aus?

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Problemlösen, Begründen und Denken, um das Erlernen von Fertigkeiten zu fördern.
Um neue Strategien zu lernen, ist es wichtig, dass es für den Lernenden die Möglichkeit gibt, Problemlösungen zu üben und diese zu reflektieren.

Dazu wurden folgende Prinzipien formuliert:

  • Lass es Spass machen!
  • Fördere Lernen!
  • Strebe Selbststständigkeit an!
  • Fördere Generalisieren und Transfer in den Alltag!
  • Eins nach dem andern! Fragen, nicht sagen!
  • Begleiten, nicht berichtigen!

Diese begleitende und unterstützende Haltung behält die Therapeutin für die gesamte Behandlungszeit bei. Der Erwerb von Fertigkeiten ist das Hauptziel des CO-OP, es steht bei der Intervention meist im Vordergrund. Es handelt sich dabei immer um Alltagsfertigkeiten, welche die Patienten in der Schule, zu Hause und beim Spielen brauchen oder die sie gerne beherrschen möchten.
In jedem Einzelfall wählt der Klient in Zusammenarbeit mit den Eltern oder Angehörigen aus, welche Fertigkeiten gelernt werden sollen. Therapie und Diagnostik beginnen somit ganzheitlich mit der Erfassung der Betätigungsprobleme des Kindes.